9. Tag

Heute wartete nach dem Frühstück ein besonderes Event auf uns: es ging auf den Parcours, der hoch über dem Schulgelände in Waldesnähe aufgebaut ist. Neben Hangelgerüst, Autoreifen, Sandrobbereien und ähnlichen Gemeinheiten zieren etliche Hürden unterschiedlicher Höhe die Landschaft und den krönenden Abschluss bildet die Eskalierwand, die für einen Menschen meiner Größe eine echte Herausforderung ist.

Vermutlich ging Wasi noch der hohe Krankenstand der Teilnehmer des letzten Ostercamps im Kopf rum, wo irgendwann die Gruppe derer, die mit Eisbeuteln auf diversen Körperteilen versorgt am Rand saß, fast die Menge der noch teilnehmenden Sportler überstieg. Also hieß es, dass wir den Parcours im „Wellness-Bereich“ absolvieren würden, was mir nur Recht war. Bei Nieselregen, der alles noch schön glitschig machte, hatte ich keine Lust Übungen wie „den pinkelnden Hund“ oder so ähnlich zu machen oder beim Warmlaufen Lieder zu singen. Obwohl: lustig war es schon gewesen! Wetter und angeschlagener Zustand der Teilnehmer verhinderten solche Drill-Day-Variante.

Ganz in Ruhe erklärte Wasi die einzelnen Stationen und Lech zeigte dann mehrere Varianten. So klappte es tatsächlich, dass jeder verletzungsfrei durch die Heide kam, so auch ich. Dankenswerterweise gab es notfall an den großen Hürden Hilfestellung und sogar ich schaffte es über die Monsterwand. Beim zweiten Mal allerdings nur mit deutlichem Anschub. Hatte an diesem Vormittag keine Kraft in den Muskeln.

Nachmittags war dann Duathlon dran, dreimal eine Viertelstunde auf dem Indoor-Rad, dreimal eine Viertelstunde laufen und dazwischen noch Übungen. Beispielsweise 20 Liegestütze oder 50 mal in Rückenlage die gestreckten Beine heben und fast bis zum Boden absenken usw.. Nach einem kleinen Mittagsschlaf war ich glücklicherweise einigermaßen regeneriert, so dass ich hierbei wieder wie Ottokar reinhauen konnte und wieder in Form war. Mein Motto: Zähne zusammenbeißen und durch! Kein Gelaber über Wehnwehchen oder warum was schon wieder nicht geht. Es war eine schweißtreibende und kalorienverzehrende Angelegenheit.

Belohnung? Die letzte Einheit am Abend war Entspannung mit Irina. Wir waren alle so entspannt, dass wir kaum noch von den Matten hoch kamen. Eine Wellness-Sporteinheit mit Wohlfühlcharakter, schöne Idee.

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