Tag 7

Der gestrige Abend beim Kickbox war gleichermaßen anstrengend und spaßig. Wir haben geübt, auf den Boxsack zu schlagen, gerade links-links – unten rechts – gerade rechts – gerade links, Halbdrehung auf dem linken Fuß und side-kick rechts. Und dann andersherum; und dann auch noch mit gestrecktem Bein; und auch seitlich den Po raus strecken, kleiner Sprung mit links und kick mit rechts! umdrehen… kick mit links! Wir haben Lech zugesehen, wie er das Ganze vorgemacht hat und puh!!! also mit dem möchte ich mich nicht anlegen, wenn der mal irgendwo hinlangt, da wächst nachher kein Gras mehr! Und er auch ohne Boxhandschuhe und Protektoren, die Kicks mit blanken Beinen – mir haben die Schläge sogar mit Schonern weh getan…

Und auch ein wenig Selbstverteidigung war dabei „mit der flachen Handfläche gerade rechts-links-Kombination, von unten Schlag mit dem Fuß, mit beiden Händen gleichzeitig auf die „Ohren“ hauen, Sack herziehen und dann hoch das Knie und voll auf die Zwölf!“ und das alles innerhalb von 2 Sekunden. Und die Mädels (und die Jungs auch) dreschten auf die Säcke ein, als ginge es um ihr Leben. Und am Ende durften wir alle der Reihe nach Lech „vermöbeln“.

Und was haben wir alle gelernt? „Kopf immer am Sack!“ OK, Lech.  🙂

Gestern haben wir auch noch die Trainingsprogramme für nächste Woche bekommen. Gleich zwei Mal Kraft-Ausdauer, wow! Dafür auch zwei Mal Entspannung. (Das ist der Kurs bei dem es oftmals hauptsächlich darum geht, länger als 5 Minuten wach zu bleiben, so tiefenentspannt sind wir dann alle). Und Zumba und S-Aerobic (weiß noch nicht genau, ob das Stepaerobic ist oder etwas, das ich schon wieder nicht kenne). Und auch mal lockere Spiele, Tischtennis undso. Und wieder Kettleballs und Langhanteltraining und natürlich unseren Walk. Alles in allem eine gute Mischung, ich freue mich…

 

Bereit.. mehr oder weniger..

Aber heute stand erstmal eine ganztägige Mountainbike-Tour auf dem Programm. Ich freue mich, dass sie heute statt findet, denn für heute wurde schönes, sonniges Wetter angesagt. Keiner von uns konnte ahnen, dass sich alle Wetterberichte irren und statt Sonne nur trüb und neblig ist. Aber zumindest hat es nicht geregnet und sehr kalt war´s auch nicht.

Nach dem Frühstück haben wir von Wasili die MTBs bekommen. Früher haben wir die Fahrräder beim Verleih ausgeliehen, aber inzwischen hat Aktiv Powertours ihre eigenen Mountainbikes – hammer Teile! Erstmal ein wenig Grundlagen vermittelt bekommen. Wie das so ist mit den Gangschaltungen. Wasili hat uns das alles ausführlich erklärt und ich hab mal wieder nichts verstanden. Da sind Gangschaltungen einmal links und einmal rechts und mit dem Daumen der rechten Hand schaltet man tief (oder hoch – weiß immer noch nicht, ob tief „schwer“ bedeutet oder „leicht“) und mit dem Zeigefinger genau das Gegenteil. Und genau davor sind die Bremsen. Und auf der linken Seite verhält sich das genau andersrum, außerdem sind links nur 3 Gänge, rechts dafür 7 und man darf sie auch nicht konträr schalten, höchstens, wenn links der rote Balken in der Mitte ist, dann kann man rechts sowohl hoch als auch tief schalten. Mir rauchte der Kopf, verstand immer noch nichts und außerdem hatte ich auch Angst, auf die Dinger zu fahren. Ein wenig durch die Halle kurven, immer schön motiviert von Wasili und dann ging´s schon raus. Gefahren sind wir auf der Straße, auf Radwege und durch den Wald: durch Schlamm, Matsch, kleine und große Löcher, über Steine und Wurzelwerk, bergauf und bergab. Irgendwann hatte ich es gecheckt, auf welcher Seite man was schalten muss, um leichter oder schwerer zu fahren. Ein wenig Eselsbrücke: thumbs up bedeutet „ois easy“.. also ist der Daumen der rechten Hand der, der auf „leicht“ schaltet, wenn man bergauf fährt. Und nachdem ich es auch geschafft hatte, die Gangschaltung nicht mehr mit der Bremse zu verwechseln, ging´s zum Schluss noch ganz gut.

Der Wald, die Räder und wir.

Mittags noch in der Gaststätte auf der Toilette einmal komplett umgezogen und die klitschnassen Sachen gegen trockene ausgetauscht und unser Essen bekommen. Wasili hatte ein Einsehen mit den schwächeren der Gruppe und die Rückreise nach Regenstauf war wesentlich humaner als der erste Teil der Fahrt.

Nachdem wir die Bikes abgewaschen, getrocknet und die Ketten frisch geölt haben, sind Heidi, Petra und ich zur Thaimassage gegangen. Heidi und Petra hatten bereits eine sog. „Partnermassage“ gebucht. Ich wollte erst nächste Woche hin. Aber nach der ersten Etappe der heutigen Tour, voll verschwitzt, dreckig von dem Matsch, in den ich dauernd gelandet bin und schon voll verspannt in Armen und Rücken habe ich die Mädels gebeten, auch für mich eine Massage zu buchen – eine thailändische Ölmassage, der Wahnsinn!! Die nette Thai-Lady hat am Ende sogar meine blauen Flecke ganz liebevoll einzeln eingecremt. Und zum Schluss auch noch leckeren heißen Tee bekommen…

Und jetzt bin ich wieder in meinem Zimmer.. total entspannt, komplett durchgeknetet und schwebe wie auf Wolken. Ihr dürft raten, wer heute Nacht sowas von gut schlafen wird!!

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