10. Tag

Der Ostersonntag war ein richtiger Feiertag: entspannt von vorne bis hinten. Kein Frühsport, Frühstück im Café Calidad mit selbstgebackenem Vollkornbrot, was ich natürlich geschmeckt habe, und auch danach keinerlei richtige sportliche Anstrengung.

Unser Vormittagsprogramm bestand darin, mit Lech einen Osterspaziergang zu machen, obwohl das Wort „Spaziergang“ doch etwas irreführend sein mag. Wir liefen zum Schlossberg, recht zackig bergan und vor den Stufen teilten wir uns in zwei Gruppen: Weg oder Stufe. Ich wählte die Stufengruppe und passenderweise läuteten die Glocken, als wir begannen, die steilen Stufen mit den Heiligenbildchen am Rande zu packen. Eine echte, kleine Ochserei, die sich am Ende aber lohnt und doch so einiges an Kalorien verbrennt. Oben wieder zu Puste gekommen, hatten einige den Schlüssel zum Turm geholt und ich wollte es mir nicht versagen, beim vierten Camp, nachdem ich den Berg geschafft hatte, auch die Aussicht von oben zu genießen. Das hatte sich bei meinen vorigen Aufenthalten irgendwie nie ergeben. Es war schön, aber auch schön windig.

Am Nachmittag war es nur Freizeit pur, denn wir spielten im Sportpark, was wir wollten und nebenbei lief eine Verköstigung von Produkten, die man bestellen kann. Wir machten uns also nicht tot, alberten bei einer Art „Freestyle-Tischtennis“ herum und nebenbei lief im Nebenraum die Waschmaschine für mich, sodass ich am Ende auch wieder mit einem Satz sauberer Handtücher und Wäsche hoch aufs Zimmer ging.

Das Highlight des Tages fand jedoch vor der Spielaktion statt. Wie im Vorjahr hatten Irina und Wasi für jeden von uns einen Beutel mit einer Osterüberraschung in diesem riesigen, weitläufigen Sportpark versteckt! Hurra, ich liebe ja solche Kindereien für mein Leben und hatte insgeheim schon gehofft, dass wir auch diesmal suchen können. Beim endlosen Rundendrehen dort hatte ich mir schon einige mögliche Verstecke ausgespäht, die aber gar nicht so zum Tragen kamen. Ich fand meinen Beutel, glaube ich, in einer Höhlung vom Billardtisch und freute mich wie ein Schulkind darüber. Ein Osteranhänger, eine Kiwi, ein hartgekochtes Osterei und ein Mini-Schokohase auf Ostergras. Ich muss schon sagen, sie haben sich richtig fiese Verstecke ausgesucht und es uns nicht leicht gemacht.

Das Abendprogramm war dann freiwillig und da ich bisher alles von Anfang bis Ende mitgemacht hatte, legte ich einen Badezimmer-Wellness-Abend ein und ging früh zu Bett, was mir ausgesprochen guttat.

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