tag 10

auf die plätze... fertig.... los!

laufen... thomas liegt vorn!

durch reifen joggen.. hochkonzentriert, jede falsche bewegung kann zu verletzungen führen

über den balken.. sehr wacklig das alles.... und weiter zum...

...sandgraben... keuch, hust, alles staubig und alles geht in nase, mund, augen... egal.. zähne zusammenbeißen und weiter geht´s...

... zu den nächsten hindernissen.. die ersten 3 sind leicht zu nehmen. beim letzten muss wasili helfen.. hoch, auf den bauch legen, eine rolle drehen und sicher auf den boden landen..

und jetzt kommt die mauer... linker fuß auf dem vorsprung, rechtes bein hoch auf die mauer.. hooooooochziehen.....

..nächstes bein zieht nach, dann mit dem ganzen körper rüberschwingen und sicher in den sandgraben landen...

heute früh bin ich aufgewacht und der ganze rücken tat mir weh. zum ersten mal seit ich im camp bin – bisher waren nur beine und po betroffen gewesen. das alles kommt vom gestrigen hindernisparcours… ich hatte ihn gar nicht mehr so hart in erinnerung… als ich tags zuvor von den mädels gefragt wurde, ob man sich da verletzen kann, sagte ich: nöööö, ist eigentlich eher spaßig und lustig.. ich revidiere jetzt meine aussage… es ist zwar immer noch spaßig und lustig, aber auch die härteste einheit hier im camp, eine echte herausforderung… (ich schrieb vor ein paar tagen, dass der kraft-ausdauer-zirkel die härteste sporteinheit hier wäre. ich habe inzwischen meine meinung geändert!!)

zu beginn der sporteinheit hat wasili kurz über die wiege- und messergebnisse des vormittags gesprochen. ich darf/soll/muss jetzt 2(!!) proteinshakes am abend trinken, um weiterem muskelabbau entgegenzuwirken… cool…. 🙂

und dann ging´s schon los. erst laufen und wasili nachsingen und dann – in einer reihe aufgestellt: liegestütz, jumping-jacks, skippings, ins-brett-gehen, „kleiner-hund-der-pisst“ (oder so ähnlich – klingt lustig, ist es aber nicht!!!), und zwischen jeder einheit – eine runde laufen. kennen wir bereits vom kraft-ausdauer-zirkel.. (und das alles noch in der prallen sonne!).. und da sind schon die ersten aus unserer runde, die taumeln (anstrengung, hitze…!)

und dann geht´s los… jede station des hindernislaufs wurde 3-5 x trainiert.. slalom zwischen pfosten ging klar… nächstes: durch-reifen-joggen. hier die ersten stürze, verdrehte knie und sonstige kleinere verletzungen (und bis auf marion, die jetzt ein dickes und blaues sprunggelenk hat, ist bei allen anderen nichts ernstes zurückgeblieben)…

weiter geht´s zu den ersten 3 hindernissen: das erste, ganz niedrig, locker drüber. die nächsten 2 sind etwas höher: drauf stützen, grätschen und rüber.

nächste station: das hangelgerüst. erst dranhängen und beintraining: ging klar. dann durchhangeln: 2 jungs haben´s komplett geschafft, ein paar so halbwegs und die anderen (so auch ich) fielen runter wie nasse säcke (wasili zum ersten mal richtig sauer: „das ist nur gruppendynamik!!! fällt einer runter, fallen alle runter!! was soll das????“). hier auch die nächsten ausfälle wegen überhitzung/überanstrengung!!!

so – weiter: der sandgraben. einer nach dem anderen robbten wir uns durch den sand und unter seilen durch. staub wurde aufgewirbelt und geschluckt, die nächsten aus der gruppe, die konktaktlinsen tragen, geben auf.

nächste station: 4 weitere hindernisse; erstes, ganz niedrig – locker drüber. zweites, etwas höher: aufstützen, grätsche, rüber. drittes: hochspringen, auf den bauch legen, eine rolle machen, sicher landen. viertes: so wie drittes, da aber wesentlich höher, mit „räuberleiter“ durch wasili (zumindest bei uns, mädels)… dann das fünfte hindernis, ganz niedrig: drunterrollen, aufstehen und zur holzmauer laufen. dort die stufe nehmen, mit schwung hochziehen, bein rüber, rüber mit dem körper und sicher in den sandgraben auf der anderen seite landen.

und dann aufstehen, runter in den graben laufen, raus aus dem graben, und endspurt bis zur ziellinie…

nach dem training waren wir schon völlig erschöpft – und jetzt hieß es: wettkampf mann gegen mann. oder gegen frau. die mutigsten zuerst – und wir anderen feuerten an…

dann wurde ich auch total heiß drauf. frage in die mädelrunde – alle winken ab, die meisten ware in irgend einer form bereits lädiert… frage in die männerrunde: thomas erklärt sich bereit, sich mit mir zu messen… cool… 🙂

wir starten auf wasilis kommando… thomas geht gleich in führung und führt auch beim slalom durch die pfosten…. jetzt kommen die reifen – ich hab keine ahnung, wie weit ich zurück liege, muss mich auf meine beine konzentrieren (einmal umknicken und das camp kann für mich schon vorbei sein)…so, durch!!!! die hindernisse, die folgen, da schon paarmal geübt wurden, gingen gut.

das hangelgerüst: sowohl thomas als auch ich nahmen „plan b“ und laufen slalom durch die pfosten: hin und zurück und wieder hin… da holte ich thomas bereits ein und war nur noch millisekunden hinter ihm.. (die menge feuert an: „komm thomas, gib gas!!!“ „schneller, corina, du hast ihn gleich!!“)

sandgraben: mittendrin bekomme ich sand in die augen… mist… tempo etwas gedrosselt und ratlos, was ich jetzt machen soll… wasili brüllt mich an: „zieh an, dudi!!“ also zog ich an, bis zum ende vom sandgraben, mit etwas tränenden augen weiter zu den nächsten hindernissen: erstes, niedrig, locker drüber. zweites: aufstützen, grätsche, rüber. drittes: hochspringen, auf den bauch legen, rolle machen, sicher landen. viertes – dito, nur mit „räuberleiter“ von wasili.

thomas hatte sich inzwischen abgesetzt, war unter dem nächsten hindernis bereits gerollt und lief  grad auf die mauer zu… ich rolle auch drunter und laufe auch zur mauer und sehe, dass thomas da probleme hat, raufzukommen. ich will warten, bis er drüber ist (die mauer ist für 2 etwas eng), aber wasili brüllt mich erneut an: „rauf, dudi!!!“… (und wasili widerspricht man nicht!) also nehme ich die linke sprosse, springe hoch, bein hoch, schwinge mich rüber und lande in den sandgraben auf der anderen seite. die gruppe feuert mich jetzt so richtig an, aber ich bin bereits völlig am limit. hilft aber nix: ab in den graben, runterlaufen, aus dem graben rauslaufen und quäle mich in einem endspurt bis zur ziellinie… und ich komme knapp vor thomas an… geschafft!!! 🙂

wasili ruft mir noch die zeit zu, aber das krieg ich irgendwie gar nicht mehr so richtig mit. mir auch egal, ich habe das gefühl, dass ich gleich meine lunge rauskotzen werde… hart!!!!! – aber ich bin soooo verdammt stolz, letztes jahr, da eine zerrung im oberschenkel, konnte ich den parcours nicht zu ende bringen… echt hart – aber auch sehr, sehr geil!!! 🙂

pulsuhr zeigt eine gesamtzeit von insg. 2,16 std. und blieb bei 1086 kcal. stehen (beim wettlauf mit thomas habe ich mir den sender vom brustgurt runtergerissen, vor dem duschen beim ausziehen im zimmer gemerkt und später oben auf dem gelände gesucht und tatsächlich kurz nach der holzmauer im gras wiedergefunden – zum glück!!)

zur belohnung für den harten drilltag wurde abends gegrillt – und es gab kein limit beim essen. aber: kein brot, keine kohlehydrate überhaupt, pro mann/frau eine halbe flasche alkfreies bier oder ein halbes fläschchen cidre.. nee, nix für mich!!!!! entweder g´scheit oder gar nicht, also blieb ich beim wasser… beim fleisch allerdings kein limit: würstchen, pute, scampis, dazu salate in unmengen… ein festessen – endlich mal was zu beißen am abend und nicht nur flüssignahrung aus dem shaker..

und nach dem grillen – lagerfeuer, chillen, quatschen und ein schenkelklopfer nach dem anderen von dirk geliefert (jetzt auch muskelkater vom lachen)… und mann, was habe ich heute nacht gut geschlafen!!!! wie selten!

frühsport heute morgen fiel aus – zum glück! irina und wasili hatten ein einsehen!! und vor dem vormittagssport eine nette überraschung. im sportpark wurden ostergeschenke versteckt und wir durften sie suchen… die ganze gruppe schwirrte aus und wurde fündig: für jeden gab´s ein kleines päckchen mit einem ei, einer kiwi und einem proteinriegen.. irina wollte noch schoki reintun, wasili hat´s aber nicht erlaubt 🙁 danke, euch beiden, eine sehr schöne geste!!!

vormittagssport: beachvolleyball… schöne spiele, schönes wetter, alles fein.. die verletzungen der anderen klingen langsam ab (bis auf die arme marion, die kämpft noch mit ihrem fuß. ist allerdings viel besser geworden…) jetzt habe ich mir beim hinfallen selbst ein muskel im rechten oberschenkel überdehnt. tut bisschen weh, ist aber nichts dramatisches… war eh klar, dass ich nicht die einzige bleiben kann, die nix hat… gerecht verteilt, würde ich sagen! na, wenn´s nicht mehr wird, kann mir das recht sein. damit kann ich die nächsten tage grad noch leben… 🙂

mittagessen: hähnchenstreifen mit salat und nachspeise (!!!): lecker quark (magerstufe), leicht gesüßt und mit einer himbeere obendrauf.. hab meine portion aber nicht geschafft… dennoch: mann, geht es uns grad gut 😉

und am nachmittag noch zirkeltraining mit lucia alias fitness-domina, alias luzifer *gg*… zirkel ist cool, krafttraining und koordination.. eigentlich was zum ausruhen, verglichen mit den letzten tagen.

und heute abend werde ich für irina (und für alle anderen, die das wollen  – allerdings werden es vermutlich nicht allzu viele sein), einen kurzen vortrag halten über „kosmetik aus der speisekammer“… wie man sich mit quark, joghurt, honig, olivenöl, apfelessig, kaffeesatz und sonst alles, was man so im kühlschrank oder speisekammer findet, schöne gesichtsmasken, haarkuren oder sonstiges für den körper mixen kann.

und wir haben zuwachs bekommen… sandra aus der schweiz ist für die nächsten 6 tage, also bis zum schluss, noch dazu gestoßen…

ein weiterer tag geht jetzt zu ende – und wir sind auf der zielgeraden. noch 5 tage!! und ich freue mich auf jeden einzelnen davon!!!

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